Einsetzung des Chips durch einen Tierarzt
Die Implantierung des Mikrochips durch Euren Tierarzt erfolgt mit einer Kanüle an der linken Halsseite und ist fast schmerzlos für den Hund. Der Chip kann nicht kaputt gehen und wandert auch nicht durch den Körper, da er im Gewebe eingebettet ist. Anschließend testet der Tierarzt mit einem entsprechenden Gerät, ob der Chip einwandfrei gelesen werden kann und trägt die zugehörige Kennzeichnungsnummer im Heimtier-Ausweis des Hundes ein.

Eintragung der Mikrochip-Nummer in die Heimtierdatenbank
Zusätzlich zur Implantierung des Chips, muss die Mikrochip-Nummer noch in die österreichweite Heimtierdatenbank eingetragen werden. Mithilfe der dort gesammelten Daten kann ein Fundhund umgehend dem Besitzer zugeordnet werden. Es gibt mehrere Möglichkeiten den Hund dort anzumelden:

  • Der Tierarzt kann direkt nach Einsetzung des Chips den Hund (kostenpflichtig) im Auftrag des Hundehalters bei der Heimtierdatenbank anmelden.
  • Der Besitzer des Hundes kann die Anmeldung (kostenlos) online Mithilfe seiner Wiener Bürgerkarte (E-Card oder Handy) anmelden. Bei Verwendung der E-Card wird ein entsprechendes Kartenlesegerät benötigt.
  • Eine (ggf. kostenpflichtige) Anmeldung kann auch über die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde erfolgen oder über sonstige Meldestellen/private Datenbanken (z. B. Tierheime, PETCARD® oder IFTA®) die auch eine § 24a Meldung gemäß Tierschutzgesetz durchführen.

Nach erfolgreicher Registrierung oder einem Besitzerwechsel, erhält man als Bestätigung für die Anmeldung eine Registrierungsnummer. Sollte man Euch keine mitteilen, besteht auf die Herausgabe der Nummer!

Datenerhebung
Damit der Hund bzw. die Kennzeichnungsnummer des Chips dem Besitzer auch zugeordnet werden kann, werden sowohl personenbezogene, als auch tierbezogene Daten erhoben:

Personenbezogene Daten:

  • Name
  • Art und Nummer eines amtlichen Lichtbildausweises
  • Zustelladresse
  • Kontaktdaten
  • Geburtsdatum
  • Datum der Aufnahme der Haltung
  • Datum der Abgabe und neuer Halter/neue Halterin (Name und Nummer eines Lichtbildausweises) oder des Todes des Tieres

Tierbezogene Daten:

  • Rasse
  • Geschlecht
  • Geburtsdatum (bzw. Geburtsjahr)
  • Microchip-Nummer
  • durchgeführte Eingriffe
  • Geburtsland
  • freiwillig: Nummer des Heimtierausweises und Datum u. Impfstoff der letzten Tollwutimpfung.

Bei späteren Änderungen bitte immer die Daten aktualisieren lassen! (Umzug, Abgabe des Hundes, etc.)

Prüfung der Anmeldung
Solltet ihr nicht der Erstbesitzer des Hundes sein könnt ihr unter nachfolgendem Link prüfen ob der Hund bereits registriert wurde:
http://heimtierdatenbank.ehealth.gv.at/Suche.aspx

Anmeldung bei weiteren Datenbanken sinnvoll
Da die Heimtierdatenbank sich nur auf Österreich bezieht ist es sinnvoll den Hund auch bei anderen Datenbanken anzumelden. Damit der Hund auch zugeordnet werden kann, wenn er bei einem Urlaub im Ausland abhanden kommt.

  • Tasso.net
    Umfasst nur: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Kroatien, Lichtenstein, Luxemburg, Malta, Monaco, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweiz, Slowakische Republik, Spanien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn, Zypern
  • Animaldata.com
    Internationale Datenbank
  • Internationale Zentrale für Tierregistrierungen®
    Internationale Datenbank

Vorteile des Mikrochips & der Registrierung

  • Tierärzte scannen mit ihrem Lesegerät bei neuen tierischen Patienten den Mikrochip. Somit fällt es auf wenn der Besitzer in der Datenbank nicht mit dem Hundehalter übereinstimmt.
  • Sollte der Hund entlaufen sein ist eine Zuordnung durch entsprechende Stellen (Tierheim, Tierarzt, etc.) des Besitzers problemlos möglich. Das gilt auch für das Ausland, insofern der Besitzer ihn zusätzlich bei einer internationalen Datenbank angemeldet hat.

Wichtige ergänzende Informationen

  • In Österreich besteht eine Mikrochippflicht für Hunde jeden Alters. Ein Welpe muss spätestens im Alter von 3 Monaten gechipt werden, jedoch auf jeden Fall vor der Weitergabe an den neuen Besitzer.
  • Die Eintragung der Mikrochip-Nummer in die österreichweite Datenbank, ist gemäß § 24a des Tierschutzgesetzes ebenfalls verpflichtend.
  • Wer seinen Hund/seine Hunde nicht in der Heimtierdatenbank meldet, begeht eine Verwaltungsübertretung und ist gemäß § 38 des Tierschutzgesetzes mit einer Geldstrafe (bis zu € 3.750,-, im Wiederholungsfall bis zu € 7.500,-) zu bestrafen.

Quellen und weiterführende Links: