Ein GPS-Sender kann je nach Hersteller am Halsband oder Brustgeschirr befestigt werden und hilft dabei den aktuellen Aufenthaltsort des Hundes metergenau zu ermitteln. Um zu verdeutlichen wie so ein System in der Regel funktioniert stellt euch das Verrückte Hundsviecherl den Marktfüher “Wo ist Lilly?” vor. Die Wahl ist auf den GPS-Tracker von diesem Hersteller gefallen, da der Sender einen SOS Knopf hat, mit dem der Finder sofort Kontakt zum Besitzer des Hundes aufnehmen kann und der Tracker sich auch am Geschirr befestigen lässt.

GPS-Tracker von “Wo ist Lilly?”
Die Befestigung des 50 g leichten und 5,9 x 4 cm großen Trackers von “Wo ist Lilly?” erfolgt entweder am Halsband oder mit Hilfe einer kleinen Tasche am Brustgeschirr. Mit der separat erhältlichen Tasche ist der Sender sogar spritzwasserfest, was sicherlich bei einem Labrador von Vorteil ist.

Die Ortung funktioniert mit jedem Handy und erfolgt via SMS oder Anruf an den Tracker (GPS-Sender). Schickt der Besitzer eine SMS erhält er umgehend einen Link der zu Google-Maps verweist und die aktuelle (Straßenname) Position des Hundes anzeigt. Bei Ortung via Anruf erhält der Besitzer ebenfalls den Link, kann zusätzlich noch die Geräusche in der Umgebung des Hundes hören. Sollte ihn bereits jemand gefunden haben, kann der Besitzer auch direkten Kontakt aufnehmen durch das im GPS-Sender integrierte Mikrofon.

Der Tracker hat einen integrierten SOS Knopf, der wie ein Handy funktioniert, sodass die Person die den Hund findet, darüber sofort Kontakt zum Besitzer aufnehmen kann.

Bei vollgeladenem Akku hält der Sender im Dauerbetrieb eine Woche und kann danach mit einem Ladekabel wieder aufgeladen. Neigt sich der Akku dem Ende zu wird der Besitzer via SMS benachrichtigt.

Es besteht die Möglichkeit einen “virtuellen Zaun” zu errichten (z. B. um das eigene Grundstück). Verlässt der Hund den festgelegten Bereich, wird der Hundehalter per SMS benachrichtigt.

Zusammenfassung:

  • weltweite, metergenaue Ortung via SMS oder Anruf
  • klein (5,9 x 4 cm) und leicht (50g)
  • mit separat erhältlicher Tasche auch spritzwasserfest
  • funktioniert mit jedem Handy
  • integriertes Mikrofon im GPS-Sender
  • Akku hält im Dauerbetrieb 1 Woche
  • SOS Knopf am Sender ermöglicht dem Finder sofort Kontakt aufzunehmen mit dem Besitzer.
  • Geo-Fence: Verlässt der Hund den hauseigenen Garten, wird der Besitzer sofort via SMS benachrichtigt.
  • Neigt sich der Akku dem Ende zu, wird der Besitzer per SMS benachrichtigt und kann via Ladekabel wieder aufgeladen werden.

Der GPS Sender kostet (Stand: 08.11.2014) 149,- € bzw. mit Tasche + 19,90 €, zzgl. Versand. Keine monatlichen Kosten , keine Vertragsbindung, jedoch benötigt man eine Guthabenkarte, wie bei einem normalen Handy. Beim Kauf erhält man eine Karte von BILDmobil mit einem Guthaben über 5 EUR, die für 55 Ortungen reicht.

Link zum Hersteller: http://www.wo-ist-lilly.de/

Das Verrückte Hundsviecherl hat den GPS-Sender von “Wo ist Lilly?” nicht selbst getestet, aber dafür Diana Eichhorn von der Sendung Hundkatzemaus und dort hat er, so wie die beiden anderen Tracking-Systeme Geodog und Streuner, seine Nützlichkeit bewiesen.

Weiterführende Links:

 

lateinisch cognitio = Kennenlernen, Erkennen, zu: cognoscere (2. Partizip: cognitum) = erkennen

Shettleworth (1998) definiert Kognition als eine Anordung von Mechanismen, durch die Tiere sich Informationen aus der Umwelt aneignen, sie verarbeiten, speichern und in Handlung umsetzten.

Quellen:

  • Hunde, Evolution, Kognition und Verhalten – Dr. Ádám Miklósi, S. 41
  • Duden.de

Einsetzung des Chips durch einen Tierarzt
Die Implantierung des Mikrochips durch Euren Tierarzt erfolgt mit einer Kanüle an der linken Halsseite und ist fast schmerzlos für den Hund. Der Chip kann nicht kaputt gehen und wandert auch nicht durch den Körper, da er im Gewebe eingebettet ist. Anschließend testet der Tierarzt mit einem entsprechenden Gerät, ob der Chip einwandfrei gelesen werden kann und trägt die zugehörige Kennzeichnungsnummer im Heimtier-Ausweis des Hundes ein.

Eintragung der Mikrochip-Nummer in die Heimtierdatenbank
Zusätzlich zur Implantierung des Chips, muss die Mikrochip-Nummer noch in die österreichweite Heimtierdatenbank eingetragen werden. Mithilfe der dort gesammelten Daten kann ein Fundhund umgehend dem Besitzer zugeordnet werden. Es gibt mehrere Möglichkeiten den Hund dort anzumelden:

  • Der Tierarzt kann direkt nach Einsetzung des Chips den Hund (kostenpflichtig) im Auftrag des Hundehalters bei der Heimtierdatenbank anmelden.
  • Der Besitzer des Hundes kann die Anmeldung (kostenlos) online Mithilfe seiner Wiener Bürgerkarte (E-Card oder Handy) anmelden. Bei Verwendung der E-Card wird ein entsprechendes Kartenlesegerät benötigt.
  • Eine (ggf. kostenpflichtige) Anmeldung kann auch über die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde erfolgen oder über sonstige Meldestellen/private Datenbanken (z. B. Tierheime, PETCARD® oder IFTA®) die auch eine § 24a Meldung gemäß Tierschutzgesetz durchführen.

Nach erfolgreicher Registrierung oder einem Besitzerwechsel, erhält man als Bestätigung für die Anmeldung eine Registrierungsnummer. Sollte man Euch keine mitteilen, besteht auf die Herausgabe der Nummer!

Datenerhebung
Damit der Hund bzw. die Kennzeichnungsnummer des Chips dem Besitzer auch zugeordnet werden kann, werden sowohl personenbezogene, als auch tierbezogene Daten erhoben:

Personenbezogene Daten:

  • Name
  • Art und Nummer eines amtlichen Lichtbildausweises
  • Zustelladresse
  • Kontaktdaten
  • Geburtsdatum
  • Datum der Aufnahme der Haltung
  • Datum der Abgabe und neuer Halter/neue Halterin (Name und Nummer eines Lichtbildausweises) oder des Todes des Tieres

Tierbezogene Daten:

  • Rasse
  • Geschlecht
  • Geburtsdatum (bzw. Geburtsjahr)
  • Microchip-Nummer
  • durchgeführte Eingriffe
  • Geburtsland
  • freiwillig: Nummer des Heimtierausweises und Datum u. Impfstoff der letzten Tollwutimpfung.

Bei späteren Änderungen bitte immer die Daten aktualisieren lassen! (Umzug, Abgabe des Hundes, etc.)

Prüfung der Anmeldung
Solltet ihr nicht der Erstbesitzer des Hundes sein könnt ihr unter nachfolgendem Link prüfen ob der Hund bereits registriert wurde:
http://heimtierdatenbank.ehealth.gv.at/Suche.aspx

Anmeldung bei weiteren Datenbanken sinnvoll
Da die Heimtierdatenbank sich nur auf Österreich bezieht ist es sinnvoll den Hund auch bei anderen Datenbanken anzumelden. Damit der Hund auch zugeordnet werden kann, wenn er bei einem Urlaub im Ausland abhanden kommt.

  • Tasso.net
    Umfasst nur: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Kroatien, Lichtenstein, Luxemburg, Malta, Monaco, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweiz, Slowakische Republik, Spanien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn, Zypern
  • Animaldata.com
    Internationale Datenbank
  • Internationale Zentrale für Tierregistrierungen®
    Internationale Datenbank

Vorteile des Mikrochips & der Registrierung

  • Tierärzte scannen mit ihrem Lesegerät bei neuen tierischen Patienten den Mikrochip. Somit fällt es auf wenn der Besitzer in der Datenbank nicht mit dem Hundehalter übereinstimmt.
  • Sollte der Hund entlaufen sein ist eine Zuordnung durch entsprechende Stellen (Tierheim, Tierarzt, etc.) des Besitzers problemlos möglich. Das gilt auch für das Ausland, insofern der Besitzer ihn zusätzlich bei einer internationalen Datenbank angemeldet hat.

Wichtige ergänzende Informationen

  • In Österreich besteht eine Mikrochippflicht für Hunde jeden Alters. Ein Welpe muss spätestens im Alter von 3 Monaten gechipt werden, jedoch auf jeden Fall vor der Weitergabe an den neuen Besitzer.
  • Die Eintragung der Mikrochip-Nummer in die österreichweite Datenbank, ist gemäß § 24a des Tierschutzgesetzes ebenfalls verpflichtend.
  • Wer seinen Hund/seine Hunde nicht in der Heimtierdatenbank meldet, begeht eine Verwaltungsübertretung und ist gemäß § 38 des Tierschutzgesetzes mit einer Geldstrafe (bis zu € 3.750,-, im Wiederholungsfall bis zu € 7.500,-) zu bestrafen.

Quellen und weiterführende Links:

Das Ziel des Tierschutzgesetzes ist der Schutz des Lebens und des Wohlbefindens der Tiere. Wohlbefinden ist dann gegeben, wenn das Tier keine Schmerzen, Leiden, Schäden oder schwere Angst erleidet.

Am 01.01.2005 trat das bundeseinheitliche Tierschutzgesetz in Österreich in Kraft. Für die Gesetzgebung ist der Bund zuständig, die Vollziehung ist jedoch ausschließlich Angelegenheit der Länder. Zuständig ist in erster Instanz die örtlich zuständige Bezirksverwaltungsbehörde.

Das österreichische Tierschutzgesetzt setzt sich aus 4 Teilen zusammen:

  1. Allgemeiner Teil, in dem der Anwendungsbereich geregelt wird
  2. Tierhaltung, insbesondere die Anforderungen an den Halter, die Versorgung der Tiere und die richtige Haltung
  3. Regelung der Vollziehung, im Speziellen, welche Behörden wie einschreiten können
  4. Straf- und Schlussbestimmungen

Da das Tierschutzgesetz laufenden Änderungen unterliegt, wird es an dieser Stelle nicht wiedergegeben, sondern lediglich zum Rechtsinformationssystem des Bundeskanzleramtes im Quellnachweis verwiesen.

Quellen und weiterführende Links: